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Konzert

  • Kling, Henri

    Henri Kling

    Henri KlingHenri Adrien Louis Kling wurde am 15. Februar 1842 in Paris geboren. Sein Vater Ludwig Christoph Kling kam aus Deutschland und seine Mutter Claudette, geborene Rémy, stammte aus Frankreich.
    Im Alter von zwei Jahren zog Kling mit seinen Eltern von Paris in die Heimatstadt seines Vaters und wuchs in Karlsruhe auf. Kurze Zeit später starb seine Mutter und sein Vater heiratete erneut. Henri Kling studierte in Karlsruhe Horn bei Jacob Dorn und wurde im Alter von 20 Jahren als Hornist in das Orchester des "Grande Théâtre", der damaligen Genfer Oper, berufen und spielte auch im Pepin-Orchester. 1865 veröffentlichte er eine hochgeschätzte Hornschule. 1866 wurde er Lehrer für Musiktheorie, Gesang (Solfège) und Horn am Conservatoire de musique de Genève und blieb bis zu seinem Tod in dieser Position.


    Klings musikalische Interessen waren vielfältig, so arbeitete er als Organist in der Kirche in Cologny und an der Kirche Saint-Germain in Genf. Er war Leiter der Casino-Orchester in Genf und in Evian-les-Bains in Frankreich und leitete als Meister „des Corps de Musique de Landwehr - Harmonie officielle de la République und Kanton Genf (Suisse)“. Zudem war er Musik- und Gesangslehrer an einem Mädchengymnasium in Genf.
    Als Komponist schrieb er Werke für Orchester, Blasorchester, Musiktheater, Kirchenmusik, Vokalmusik, Kammermusik und pädagogische Werke. Kling arrangierte die Hornkonzerte von Wolfgang Amade Mozart für das moderne Orchester und schrieb die Kadenzen. Darüber hinaus arrangierte er das Concertino für Horn und Orchester op. 45 von Carl Maria von Weber, Konzert A-Dur für Klarinette und Orchester KV 622 und Konzert in B-Dur für Fagott und Orchester KV 191 von Mozart. Henry Kling starb am 2. Mai 1918 in Genf.

    Eigene Kompositionen für das Horn waren ein Konzert für Horn, ein Jagd-Rondo für Horn und Etüden für Horn.

    Hier eine Aufnahme seines Concertos für Waldhorn

    Eines seiner bekanntesten Werke war das Salonstück "Die Mücke und der Elephant" für Piccoloflöte, Tuba und Klavier (Orchester)

     

    In der Robert Ostermeyer Musikedition verlegt:

  • Spandau, Willem

    Willem Spandau

    geboren am 22. 3. 1741 in Den Haag und gestorben am 29.6.1806 ebenda, war ein bedeutender Hornsolist seiner Zeit. Sein Vater Willem (Wilhelm) soll aus Leipzig stammen und heiratete 1730 eine Holländerin. Er hatte drei Söhne, Johannes und Hendrik wurden Hornisten in einer Militärkapelle der Schweizer Garde in Den Haag, Willem junior wurde Solohornist in der Hofkapelle des Statthalters Willem V. in Den Haag.  1
    Ab 1760 kann man in der Literatur über Spandau als Hornisten lesen. Leopold Mozart erwähnt Spandau 1766, als er mit seinen Kindern auf Konzertreise durch Den Haag kam. Der Musikgelehrte Charles Burney teilte 1773 über Spandau mit: „Herrn Spandau, den man seitdem mit so vielem Vergnügen in London gehört hat, fand ich im Haag. Er hat es durch seinen Fleiß, Geschmack, Delikatesse und Vortrag dahin zu bringen gewußt, daß sein Waldhorn, ein Instrument, welches man wegen seiner Rauhigkeit nur in der freyen Luft oder in einem grossen Gebäude ertragen konnte, eben so sanft und angenehm zu hören ist, als eine Menschenstimme“. 2
    Burney berichtet auch 1773 über die Konzerte in London und lobt die Technik, die korrekte Intonation und chromatische Beherrschung des Tonumfangs bei Spandau. In London trat Spandau zusammen mit Giovanni Punto mit einem Konzert für 2 Hörner auf.

    Schubart schreibt 1785 in seiner Ästhetik der Tonkunst: „Spandauer <sic>, im Primhorn der erste Waldhornist unserer Zeit. Er bringt die zartesten und feinsten Töne auf seinem Instrumente heraus; nur scheinen die Töne öfters unter seinen Lippen zu zerflattern, so wie sich überhaupt das Horn in der äußersten Höhe nie gut ausnimmt. In einem flüchtigen Läufer kann es zwar die äußersten Töne streifen, aber nie lange auf ihnen weilen, ohne das gebildete Ohr zu kränken. Spandauer setzt sehr gut, und der Natur gemäß für sein Instrument.“  3
    Im Supplement Band XV für die Jahre 1782 – 1784 des Verlages Breitkopf werden von Spandau ein Trio für Horn, Oboe und Basso, ein Trio für Horn, Violine und Basso, sowie ein Quartett für Horn, 2 Violinen und Basso angezeigt. Bekannt sind von Spandau bisher 3 Hornkonzerte.

    Zu Spandaus Schülern gehörte Othon Vandenbroekund eventuell Francois Dauprat.

    Quellen:

    1. Zitiert nach dem Vorwort von Herman Jeurissen zu seiner arrangierten Edition des Konzertes Nr.1 Es-Dur, Hofmeister Leipzig, 1998. Leider gibt Jeurissen keinerlei Quellen an.
    2. Charles Burney: Tagebuch einer musikalischen Reise , London, 1773
    3. Christian Friedrich Daniel Schubart: Idee zu einer Ästhetik der Tonkunst, Stuttgart 1785

    Verlegt in der Robert Ostermeyer Musikedition:

     

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