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 Josef Reichas nicht sonderlich umfangreiches kompositorisches Œuvre entstand fast ausschließlich in Wallerstein. Es umfasst Sinfonien, Solokonzerte (darunter mehrere für das Violoncello, die sich durch schwierige Passagen des Soloinstrumente in hohen und höchsten Lagen besonders auszeichnen), eine Anzahl Streichduette (die sehr wahrscheinlich für die gemeinsamen Konzertauftritte mit Janitsch entstanden) und zwölf Bläserpartiten. Letztere gehören   zu   den   anspruchsvollsten  Werken   der   Gattung,   ohne   allerdings  die   alles überragenden Harmoniemusiken Mozarts oder auch Rosettis zu erreichen. Ludwig Schieder- mair betont in seiner Monographie „Der junge Beethoven“ (1925) den Einfluss von Reichas Partiten und Sinfonien auf die Musik des jungen Beethoven 14.

 

LITERATUR IN AUSWAHL

Ernst Bücken: Anton Reicha. Diss. München 1912, S. 11-14 • Alexander Wheelock Thayer: Ludwig van Beethovens Leben, Bd. 1. 3. Aufl. Revision der von H. Deiters bewirkten Neubearb. (1901) von Hugo Riemann. Leipzig 1917 • Ludwig Schiedermair: Der junge Beet- hoven. Leipzig 1925 • Jon R. Piersol: The Oettingen-Wallerstein Hofkapelle and its Wind Music. Diss. Univ. of Iowa 1972, bes. S. 68-74, 174-176 • Olga Šotolová: Antonín Rejcha: A Biography and Thematic Catalogue. Praha 1990, S. 7-12 • Claus Reinländer: Josef Rejcha, Thematisch-systematisches Werkverzeichnis. Puchheim 1992 • Günther Grünsteudel: Wallerstein – das „Schwäbische Mannheim“. Text- und Bilddokumente zur Geschichte der Wallersteiner Hofkapelle (1747-1825). Nördlingen 2000, S. 51-56

 

Erschienen in: Rosetti-Forum 3 (2002), S. 73-76

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14 Schiedermair (Anm. 10), S. 383, 385, 387 f., 392 f., 401.


Werke, editiert in der Robert Ostermeyer Musikedition: